Wir stehen auf MARTE MEO

Am Freitag, den 24.03.2017, informierten Henning Wiesemann (Leitung Blickwechsel Marte Meo) und Diana Velling (Pädagogische Gesamtleitung, Marte Meo Therapeutin) mit bereits einer zweiten Veranstaltung am Friederike-Fliedner-Kolleg in Iserlohn die SchülerInnen über die Arbeit mit der Marte Meo Videoberatungsmethode.

Die SchülerInnen haben Marte Meo als Wahlpflichtfach in ihrer Schule belegt.Der Fokus dieser beiden Kurse lag im Bereich der Kinder unter drei Jahren. Die Kursleiterin Frau Fabienne Brecher ist ein bekennender Fan der Methode und zurzeit selbst  in der Ausbildung zur Marte Meo Therapeutin.

Neben einem  nur kurzen Einblick in die Theorie gewährten Herr Wiesemann und Frau Velling vor allem Einblicke in die praktische Arbeit mit den KlientInnen der Stationären Familienbetreuung und dem Mutter- / Vater- Kind-Angebot des Gemeinschaftsdienstes. Es wurden exemplarisch Videoausschnitte von den Interaktionen zwischen Eltern und ihren  Kindern sowie aus den Beratungsgesprächen (Reviews) zwischen Marte Meo Therapeuten und den Eltern gezeigt. Dabei wurde deutlich, wie die praktische Arbeit mit der Marte Meo Methode funktioniert, welche Chancen sie bietet und welche Grenzen sie hat.

Die SchülerInnen  und Frau Brecher zeigten sich sehr interessiert an der praktischen Umsetzung der Methode und es entwickelten sich zwei muntere Vormittage  mit interessanten fachlichen Gesprächen zwischen Praktikern und dem Erziehernachwuchs. Eine engere Kooperation zwischen der Schule und dem Gemeinschaftsdienst wird von beiden Seiten als sinnstiftend angeregt.

Der Gemeinschaftsdienst Kinder, Jugend und Familie e.V. arbeitet seit 2008 erfolgreich mit der ressourcenorientierten Videoberatungsmethode Marte Meo. Ziel der Arbeit ist es eine enge (Ver)-Bindung zwischen Eltern und Kindern herzustellen. Die Methode ist ein fester Bestandteil der stationären Arbeit mit Familien und alleinerziehenden Elternteilen, welche beim Gemeinschaftsdienst leben. Zurzeit arbeitet der Gemeinschaftsdienst daran, diese Methode auch Familien zugänglich zu machen, die nicht stationär sondern ambulant betreut werden. Des Weiteren ist geplant die Arbeit mit der Marte Meo Methode auf weitere Bereiche der Jugend- und Eingliederungshilfe auszuweiten. Marte Meo ist in erster Linie eine Kommunikationsmethode, welche in allen Bereichen, in denen Menschen zusammenkommen, angewandt werden kann.